- Frühstück um
7:00, war mittelmäßig, amerik. Kaffee (der Einbohnen-Kaffee wie die Österreicher sagen würden) – Müsli
dürftig, Wurst u Käse, alles normal, Croissant, am Schluss wollte ich
wenigstens einen Espresso, damit der Tag nicht mit so einem flauen Magen
beginnen würde - so bestellte ich einen café chico (chico = pequeno =
klein - in argentinisch = mein erstes Wort in einem der
vielen südamerikanischen Wortbildungen) – ein Italiener würde auch bei diesem
Café Chico höhnisch grinsen.
Dann ging ich
zur nächsten Tankstelle, um mir eine Zahnbürste zu kaufen, (habe trotz meiner
langen Reise-Vorbereitungen viel zu viel vergessen (wäre mir früher sicherlich
nicht passiert - aber so ist es nun mal
wenn man älter wird), dabei habe ich auch gleich Wasser gekauft, denn im Hotel
kostet das….1 l = 46 ARS = arg. Pesos = € 7,50 ! ein Freudenhauspreis! Das ist
selbst mir zu viel, trotzdem musste ich ja, nachdem ich so ausgetrocknet wie
nur etwas im Hotel ankam gestern Abend, 4 kleine Fl. Wasser aus der Minibar
nehmen, der Preis folgt, denke so 30x4=120 $ = 20 €, dabei hätte ich locker 2
Liter mehr in mich hineingeschüttet.
An der
Tankstelle habe ich gerade 30 Euro für 2 Literflaschen plus meine Zahnbürste
bezahlt, dabei habe ich wieder eine argentinische Besonderheit gelernt: ll
spricht man wie sche = cepillo wird cepischo wie auch y wie che ausgesprochen
wird: io wird chio .. man lebt und lernt...
So heute geht
die eigentlich Reise los, ab 13:30 erstes Treffen mit der Gruppe, die
jetzt alle da sind, dann und Stadtrundfahrt mit einer echten Argentinierin, die
mich gestern auch abgeholt hat obwohl ich in dem Iberia-Flug der Einzige der
Gruppe war! Toll die Studiosusse, danach ging es
nach Buenos Aires hinein (40 km vom Flughafen) – B.A. hat 8 mio Einwohner und ist
ein riesiger Städtebrei – ähnlich: Los Angeles-Tokio-Mexico City.
Heute
Morgen habe ich zwei weitere Problemchen geregelt: - Mein Schließfach
funktioniert, nachdem ich den Techniker gebeten hatte, und mein
Multifunktionsstecker, den mir Studiosus geschenkt hatte für diese Reise, auch;
wir haben die Schukostege „rausoperiert“, meine Nagelzange reichte nicht. So
nun muss es aber etwas ruhiger werden, der Stress müsste einer anhaltenden
Reisekontemplation langsam weichen! Was für ein Satz!
Temperatur um
9:00 bereits über 30 ° und 100 % Luftfeuchtigkeit – Ich werde mich noch etwas
hinlegen, denn mit meinem täglichen 4-Std-Schlaf habe ich jetzt so langsam meine
Grenzen erreicht.…
Unser
Gesamtreiseleiter für Arg/Chile in Patagonien ist Herr Wilfried Treiber,
die Spezialistin für Buenos Aires Frau Silvana Gabrieli. Sie erklärt uns,
dass BA aus 3 Teilen besteht: der südliche Teil, zentraler Teil und nördlicher
Teil
Es geht also
zuerst nach Süden – nach La Boca. Berühmt durch Tango, Maradonna (Boca Juniors)
etc., ein eigentlich armes Viertel, dass jetzt „in“ ist, aber auch gefährlich, aber
nur nachts.
| es grüßen Maradonna und Evita und ... |
WP: Der Caminito wurde auch in einem Tango verewigt. Die Musik zu „Caminito“ (1926) stammt von Juan de Dios Filiberto, der Text von Gabino Coria Peñaloza
| der Nationalheld von Südamerika |
| Einer unserer Reiseteilnehmer ist sehr mutig |
| hier trinkt Günti seinen Café |
WT: Wir erfahren
über die arg. Geschichte, dass die Sanier zwar politisch herrschten, die
Engländer jedoch die Finanzen verwalteten, was später zu erheblichen Problemen
führte.
Glanzzeit
Argentiniens war die Zeit war 1880 – 1935, la belle époque.
Wir passieren
das Stadion, in dem Maradonna als kleiner Junge angefangen hat…
1890 – 90 war
die Haupt-Einwanderzeit (1 mio)
Unabhängigkeit
1860 – Republica 1953
Auch
Einwanderung von Wolgadeutschen Im 19. Jahrhundert
Besuch der
Madero-Viertels - supermoderne Hochhäuser am Kanal – teuer –
| Brücke von Calatrava. |
Mit 9+3 mio
Einwohnern ist Buenos Aires riesig und hat sehr viele Parks, es erinnert an Berlin,
dabei ist B.A. fünf mal so groß wie Berlin!!
Wir kommen
zum politischen Mai-Platz der Plaza de Mayo, hier spielte die
gesamt Geschichte Argentiniens von der span. Gründung bis heute. Den rosa
Palast - la Casa Rosada - der Präsidentin.
Der Plaza de Mayo
ist aber auch ein Platz, der an den Freiheitskämpfer Marti - den wir in ganz Mittel- und Südamerika treffen werden - erinnert (zusammmen
mit Simon Bolivar)
Der Präsidentenpalast ist durch eine
lange Gerade mit dem Kongreßpalast verbunden
– Palast von 1906 (WP: Das Gebäude wurde
durch den italienischen Architekten Vittorio Meano entworfen und
durch den argentinischen Architekten Julio Dormal fertiggestellt.
Es wurde zwischen 1898 und 1906 erbaut und im gleichen Jahr eingeweiht.) - im
Park davor steht einer der drei Exemplare des „Denker“‘s von Rodin.
Die
Hitzeschlacht des Tages geht zu Ende (jetzt gefühlte 44° - im FS kamen schon heute Morgen
ständig Warnungen durch und heute Abend soll es ein Unwetter geben).
Wir sind in
Recolleta, dem berühmten Friedhof von BA, wo wir auch die Familie Duarte sehen
(Mädchenname von Evita Peron).
Völlig
durchgeschwitzt im Hotel, heute Abend lädt uns Studiosus in ein Restaurant ein:
Rinderfilet obligatorisch, man kann ja die Gauchos nicht beleidigen.
Frohe
Weihnachten an alle!!!!!
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