Samstag, 29. Juni 2013

Buenos Aires - 24.12.2012 -



-  Frühstück um 7:00, war mittelmäßig, amerik. Kaffee (der Einbohnen-Kaffee  wie die Österreicher sagen würden) – Müsli dürftig, Wurst u Käse, alles normal, Croissant, am Schluss wollte ich wenigstens einen Espresso, damit der Tag nicht mit so einem flauen Magen beginnen würde - so bestellte ich einen café chico (chico = pequeno = klein - in argentinisch = mein erstes Wort in einem der vielen südamerikanischen Wortbildungen) – ein Italiener würde auch bei diesem Café Chico höhnisch grinsen.

Dann ging ich zur nächsten Tankstelle, um mir eine Zahnbürste zu kaufen, (habe trotz meiner langen Reise-Vorbereitungen viel zu viel vergessen (wäre mir früher sicherlich nicht passiert -  aber so ist es nun mal wenn man älter wird), dabei habe ich auch gleich Wasser gekauft, denn im Hotel kostet das….1 l = 46 ARS = arg. Pesos = € 7,50 ! ein Freudenhauspreis! Das ist selbst mir zu viel, trotzdem musste ich ja, nachdem ich so ausgetrocknet wie nur etwas im Hotel ankam gestern Abend, 4 kleine Fl. Wasser aus der Minibar nehmen, der Preis folgt, denke so 30x4=120 $ = 20 €, dabei hätte ich locker 2 Liter mehr in mich hineingeschüttet.
An der Tankstelle habe ich gerade 30 Euro für 2 Literflaschen plus meine Zahnbürste bezahlt, dabei habe ich wieder eine argentinische Besonderheit gelernt: ll spricht man wie sche = cepillo wird cepischo wie auch y wie che ausgesprochen wird: io wird chio .. man lebt und lernt...

So heute geht die eigentlich Reise los, ab 13:30 erstes Treffen mit der Gruppe, die jetzt alle da sind, dann und Stadtrundfahrt mit einer echten Argentinierin, die mich gestern auch abgeholt hat obwohl ich in dem Iberia-Flug der Einzige der Gruppe war! Toll die Studiosusse, danach ging es nach Buenos Aires hinein (40 km vom Flughafen) – B.A. hat 8 mio Einwohner und ist ein riesiger Städtebrei – ähnlich: Los Angeles-Tokio-Mexico City. 

Heute Morgen habe ich zwei weitere Problemchen geregelt: - Mein Schließfach funktioniert, nachdem ich den Techniker gebeten hatte, und mein Multifunktionsstecker, den mir Studiosus geschenkt hatte für diese Reise, auch; wir haben die Schukostege „rausoperiert“, meine Nagelzange reichte nicht. So nun muss es aber etwas ruhiger werden, der Stress müsste einer anhaltenden Reisekontemplation langsam weichen! Was für ein Satz!

Temperatur um 9:00 bereits über 30 ° und 100 % Luftfeuchtigkeit – Ich werde mich noch etwas hinlegen, denn mit meinem täglichen 4-Std-Schlaf habe ich jetzt so langsam meine Grenzen erreicht.…

Unser Gesamtreiseleiter für Arg/Chile in Patagonien ist Herr Wilfried Treiber, die Spezialistin für Buenos Aires Frau Silvana Gabrieli. Sie erklärt uns, dass BA aus 3 Teilen besteht: der südliche Teil, zentraler Teil und nördlicher Teil
Es geht also zuerst nach Süden – nach La Boca. Berühmt durch Tango, Maradonna (Boca Juniors) etc., ein eigentlich armes Viertel, dass jetzt „in“ ist, aber auch gefährlich, aber nur nachts.

es grüßen Maradonna und Evita und ...


WP: Der Caminito wurde auch in einem Tango verewigt. Die Musik zu „Caminito“ (1926) stammt von Juan de Dios Filiberto, der Text von Gabino Coria Peñaloza



der Nationalheld von Südamerika

Einer unserer Reiseteilnehmer ist sehr mutig
hier trinkt Günti seinen Café


WT: Wir erfahren über die arg. Geschichte, dass die Sanier zwar politisch herrschten, die Engländer jedoch die Finanzen verwalteten, was später zu erheblichen Problemen führte.
Glanzzeit Argentiniens war die Zeit war 1880 – 1935, la belle époque.

Wir passieren das Stadion, in dem Maradonna als kleiner Junge angefangen  hat…

1890 – 90 war die Haupt-Einwanderzeit (1 mio)
Unabhängigkeit 1860 – Republica 1953
Auch Einwanderung von Wolgadeutschen Im 19. Jahrhundert

Besuch der Madero-Viertels - supermoderne Hochhäuser am Kanal – teuer –




Brücke von Calatrava.


Mit 9+3 mio Einwohnern ist Buenos Aires riesig und hat sehr viele Parks, es erinnert an Berlin, dabei ist B.A. fünf mal so groß wie Berlin!!

Wir kommen zum politischen  Mai-Platz der Plaza de Mayo, hier spielte die gesamt Geschichte Argentiniens von der span. Gründung bis heute. Den rosa Palast - la Casa Rosada - der Präsidentin. 





Der Plaza de Mayo ist aber auch ein Platz, der an den Freiheitskämpfer Marti - den wir in ganz Mittel- und Südamerika treffen werden -  erinnert (zusammmen mit Simon Bolivar)




Der Präsidentenpalast ist durch eine lange Gerade mit dem Kongreßpalast verbunden  –  Palast von 1906 (WP: Das Gebäude wurde durch den italienischen Architekten Vittorio Meano entworfen und durch den argentinischen Architekten Julio Dormal fertiggestellt. Es wurde zwischen 1898 und 1906 erbaut und im gleichen Jahr eingeweiht.) - im Park davor steht einer der drei Exemplare des „Denker“‘s von Rodin.

Die Hitzeschlacht des Tages geht zu Ende (jetzt gefühlte 44° - im FS kamen schon heute Morgen ständig Warnungen durch und heute Abend soll es ein Unwetter geben).

Wir sind in Recolleta, dem berühmten Friedhof von BA, wo wir auch die Familie Duarte sehen (Mädchenname von Evita Peron). 





Völlig durchgeschwitzt im Hotel, heute Abend lädt uns Studiosus in ein Restaurant ein: Rinderfilet obligatorisch, man kann ja die Gauchos nicht beleidigen.


                                        Frohe Weihnachten an alle!!!!!

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